DIN 199-5(1)
图纸与物料清单术语;物料清单处理,物料清单解析
DIN 199-5(1)
Technical drawings and parts lists; parts lists processing, evaluation of parts lists
标准信息
STANDARD INFORMATION- 标准编号
- DIN 199-5(1)
- 所属分类
- DIN 德国标准
- 发布机构
- DIN
- 版本年份
- 1997
- 文件语言
- 英语
- 文件格式
- 文件页数
- 6 页
- 文件大小
- 22.4 MB
中文名称为参考译名,文件语言以原文为准。
· 更新:
标准简介
OVERVIEW中文简介
该标准规定了图纸和物料清单领域的统一术语,旨在规范物料清单处理过程中的概念定义。它详细解释了需求确定、总需求、净需求、物料清单解析以及产品结构图等关键概念,并提供了需求计算和零件使用证明的示例。
English summary
This standard defines unified terminology for the field of technical drawings and parts lists to standardize the processing of parts lists. It details key concepts such as requirement determination, gross/net requirements, parts list evaluation, and product structure diagrams, while providing examples of requirement calculation and part usage proofs.
以上为根据文件整理的内容简介。
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标准内容预览
DOCUMENT PREVIEWBegriffe im Zeichnungs- und Stücklistenwesen
Stücklisten-Verarbeitung, Stücklistenauflösung
Technical drawings and parts lists; parts lists processing, evaluation of parts lists
1 Anwendungsbereich und Zweck
Diese Norm gilt für das Zeichnungs- und Stücklistenwesen und dient der Vereinheitlichung der Terminologie für die Stücklisten-Verarbeitung.
2 Begriffe
Anmerkung: Der Begriff „Nettobedarf“ wurde nicht definiert (siehe auch Erläuterungen). Anstelle dessen wurde eine Erklärung des Begriffes aufgenommen. Im nachfolgenden Text wurden die Begriffe, die an anderer Stelle dieser Norm definiert oder erklärt sind, mit einem Verweis pfeil (→) gekennzeichnet. Weitere Bemerkungen sind kursiv gesetzt.
| Benennung Definition |
Erklärung oder Bemerkung |
|---|---|
| 1 Bedarf Der Bedarf ist die Menge von Gegenständen, die zu einem bestimmten Termin zur Verfügung stehen sollen. |
Kennzeichnende Merkmale dieses Begriffes kommen durch Wortkombinationen zum Ausdruck (z. B. Bruttobedarf, Nettobedarf). Anstelle eines Term ines darf auch eine bestimmte Periode angegeben werden. |
| 2 Bedarfsermittlung Die Bedarfsermittlung ist der Vorgang zur Feststellung eines → Bedarfs. |
Kennzeichnende Merkmale dieses Begriffes kommen durch Wortkombinationen zum Ausdruck (z. B. Materialbedarfs-Ermittlung, Bruttobedarfs-Ermitt lung, Nettobedarfs-Ermittlung). Siehe auch Anhang A, Abschnitt A.1. |
| 3 Bruttobedarf Der Bruttobedarf ist die v o r B e g i n n der → Stücklistenauflösungen f e s t - g e l e g t e und/oder durch → Stück- listenauflösungen ermittelte ge- samte Menge eines Gegenstandes, die zu einem bestimmten Termin zur Verfügung stehen soll. |
Die Ermittlung des Bruttobedarfs kann z. B. dazu dienen, - den Bedarf an Teilen zu bestimmen, die für den Zusammenbau einer Gruppe erforderlich sind oder - den Bedarf an Putzlappen zu bestimmen, die zur Pflege des Maschinen- parks benötigt werden. |
| 4 Dispositionstufe Die Dispositionstufe für ein Teil ist diejenige Strukturstufe inner- halb einer zusammenbauorientierten → Erzeugnisstruktur, auf der dieses Teil - von der u n t e r s t e n Strukturstufe aus betrachtet - erstmals vorkommt. |
Siehe auch Bild 2. „Dispositionstufe“ ist die vereinfachte Form des Begriffs „Dispositions- Strukturstufe“. |
| 5 Erzeugnisstruktur Die Erzeugnisstruktur ist die Ge- samtheit der nach einem bestimmten Gesichtspunkt festgelegten Bezie- hungen zwischen den Gruppen und Teilen eines Erzeugnisses. |
Die Erzeugnisstruktur kann z. B. nach Zusammenbau-, Funktions- oder Dispo- sitions-Gesichtspunkten aufgestellt werden. Sie kann z. B. graphisch (Strukturbild) oder tabellarisch (Baukasten-, Struktur- Stückliste) dargestellt werden. |
Fortsetzung Seite 2 bis 6
Normenausschuß Zeichnungswesen (NZ) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.
1
DIN 199 Teil 5
| Benennung Definition |
Erklärung oder Bemerkung |
|---|---|
|
6 Erzeugnisstruktur-Bild Ein Erzeugnisstruktur-Bild ist die graphische Darstellung einer → Erzeugnisstruktur. |
In eindeutigen Fällen darf die Kurzform „Strukturbild“ angewendet werden. Stufe 0 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Zeichenerklärung □ Gruppe, Erzeugnis ○ Einzelteil ◌ Halbzeug ( ) Mengenangabe auf der Stückliste, Einheiten sind entsprechend anzugeben. Bild 1. Beispiel eines Erzeugnisstruktur-Bildes nach Gesichtspunkten der Disposition Stufe 0 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Bild 2. Beispiel eines Erzeugnisstruktur-Bildes nach Gesichtspunkten des Zusammenbaus (Zeichenerklärung siehe Bild 1) |
|
7 Erzeugnis-Strukturdaten Die Erzeugnis-Strukturdaten sind diejenigen Daten, die den Beziehungen zwischen den Gruppen und Teilen eines Erzeugnisses zugeordnet sind. |
In eindeutigen Fällen darf auch der Begriff „Strukturdaten“ angewendet werden. Erzeugnis-Strukturdaten sind z. B. Mengen, Positionsnummern, Kennzeichnung als Plus-Minus-Teil (nach DIN 199 Teil 2) beachte auch den Unterschied zu → Teile-Stammdaten. |
| 8 Nettobedarf |
Unter dem Nettobedarf wird im allgemeinen der → Bedarf an tatsächlich zu fertigenden bzw. zu beschaffenden Gegenständen verstanden. Bei der Ermittlung des Nettobedarfs wird vom → Bruttobedarf ausgegangen, wobei z. B. folgende Gesichtspunkte eine Rolle spielen: – Lagerbestand abzüglich Reservierungen – in Bearbeitung befindliche Teile – Ausschuß Siehe auch → Bedarfsermittlung. |
2
| Benennung Definition | Erklärung oder Bemerkung |
|---|---|
| 9 Primärbedarf Der Primärbedarf ist der → Bedarf an Erzeugnissen, der als Eingabegröße für eine Material-Bedarfs-ermittlung über → Stücklisten-auflösung dient. |
Siehe auch → Bedarfsermittlung |
| 10 Sekundärbedarf Der Sekundärbedarf ist der aus dem → Primärbedarf ermittelte → Bedarf an Gruppen und Teilen. |
Siehe auch → Bedarfsermittlung |
| 11 Stücklistenauflösung Die Stücklistenauflösung ist eine nach bestimmten Erfordernissen durchgeführte Auswertung von Stücklisten, bei der anhand der Mengenangaben in den zusammengehörenden Stücklisten die benötigten Mengen an Gegenständen für ein Teil oder für ein Erzeugnis ermittelt werden. |
Die Stücklistenauflösung ist ein Arbeitsschritt der → Bedarfsermittlung. Je nach Erfordernis kann die Stücklistenauflösung z. B. bis zur „Gruppe“ oder bis zum „Einzelteil“ durchgeführt werden. |
| 12 Teile-Stammdaten Die Teile-Stammdaten sind diejenigen Daten eines Teiles, die teilespezifisch und von den Beziehungen zwischen den Gruppen und Teilen eines Erzeugnisses (d. h. der Erzeugnis-struktur) unabhängig sind. |
In eindeutigen Fällen darf auch der Begriff „Stammdaten“ angewendet werden. Teile-Stammdaten sind z. B. Sachnummer, Benennung, Werkstoff. Beachte auch den Unterschied zu → Erzeugnis-Strukturdaten. |
| 13 Tertiärbedarf Der Tertiärbedarf ist der → Bedarf an Betriebs- und Hilfsstoffen, die nicht oder nicht mit vollständigen Angaben (Bezeichnung, Menge, Einheit) in der Stückliste aufgeführt sind. |
Betriebs- und Hilfsstoffe siehe DIN 199 Teil 2 |
| 14 Verwendungsnachweis Der Verwendungsnachweis für eine Sachnummer ist ein Verzeichnis, in dem alle nach bestimmten Gesichtspunkten zusammengefaßten Gegenstände aufgeführt sind, in denen diese Sachnummer enthalten ist oder enthalten sein kann. |
Die Formulierung „… enthalten sein kann“ weist darauf hin, daß auch Gegenstände, in denen bestimmte Sachnummern wahlweise enthalten sein können, in die Verwendungsnachweise für diese Sachnummern aufgenommen werden müssen. Weitere Angaben wie z. B. Benennungen oder Mengen gehören nicht zwingend zu Verwendungsnachweisen. Kennzeichnende Merkmale dieses Begriffs kommen durch Wortkombination zum Ausdruck, z. B. Material-Verwendungsnachweis, Teile-Verwendungsnachweis (siehe auch Abschnitt A.2). |
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Anhang A
Beispiele für Bedarfsermittlung und Teile-Verwendungsnachweise
A.1 Vereinfachtes Beispiel einer Bedarfsermittlung
| Primärbedarf für Erzeugnis | E | 100 Stück |
| Primärbedarf für Gruppe | F (Ersatzteile) | 50 Stück |
| Primärbedarf für Teil | ③ (Ersatzteile) | 30 Stück |
| Primärbedarf für Teil | ⑦ (Ersatzteile) | 60 Stück |
| Primärbedarf für Lieferung an Tochterunternehmen | für Teil ⑦ | 40 Stück |
Bild A.1 Erzeugnis-Strukturbild für Erzeugnis E (Zeichenerklärung siehe Bild 1)
Tabelle A.1 Ermittlung des Brutto- und Nettobedarfs für die Gruppe F und die Teile ③ und ⑦
| Gruppe F | Menge (Stück) | Teil ③ | Menge (Stück) | Teil ⑦ | Menge (Stück) |
|---|---|---|---|---|---|
| Sekundärbedarf (aus Erzeugnis E) | 200 | Sekundärbedarf (aus Nettobedarf Gruppe F) | 720 | Sekundärbedarf (aus Nettobedarf Gruppe F) | 900 |
| Primärbedarf (Ersatzteile) | 50 | Primärbedarf (Ersatzteile) | 30 | Lieferung an Tochterunternehmen | 40 |
| Primärbedarf (Ersatzteile) | 60 | ||||
| Bruttobedarf | 250 | Bruttobedarf | 750 | Bruttobedarf | 1000 |
| abzüglich verfügbarer Lagerbestand | 70 | abzüglich verfügbarer Lagerbestand | 850 | abzüglich verfügbarer Lagerbestand | 0 |
| Nettobedarf | 180 | Nettobedarf | 0 | zuzüglich voraus. Ausschub | 80 |
| Nettobedarf | 1080 |
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A.2 Vereinfachte Beispiele von Teile-Verwendungsnachweisen für Einzelteil ②
Analog zu den Stücklistenformen nach DIN 199 Teil 2 kann man bei den Teile-Verwendungsnachweisen drei verschiedene Formen unterscheiden:
- Baukasten-Teile-Verwendungsnachweis (Tabelle A.2)
- Struktur-Teile-Verwendungsnachweis (Tabelle A.3)
- Mengenübersichts-Teile-Verwendungsnachweis (Tabelle A.4)
Bild A.2 Erzeugnis-Strukturbild für Erzeugnisse E1 und E8 (Zeichenerklärung siehe Bild 1)
|
Tabelle A.2 Baukasten-Teile-Verwendungsnachweis
Tabelle A.4 Mengenübersichts-Teile-Verwendungsnachweis
|
Tabelle A.3 Struktur-Teile-Verwendungsnachweis
*) Angegeben ist die Anzahl der Stufen bis zur angesprochenen Sachnummer |
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Stichwortverzeichnis
Die hinter den Begriffen stehenden Zahlen entsprechen den Nummern der Begriffe im Abschnitt 2. Solche Begriffe, die im Abschnitt 2 dieser Norm nicht definiert wurden, da sie vermieden werden sollen, wurden kursiv und eingerückt gesetzt. Die Zahlen hinter diesen Begriffen verweisen auf Begriffszusammenhänge bzw. auf Vorzugsbegriffe.
|
Aufbau-Übersicht 6 Baukasten-Teile-Verwendungsnachweis 14, Abschnitt A.2 Baukasten-Stückliste DIN 199 Teil 2 Baustein-Verwendungsnachweis 14 Baustufe 5 Bedarf 1 Bedarfsauflösung 11 Bedarfsermittlung 2 Bedarfsermittlungsstufe 4 Betriebsstoff DIN 199 Teil 2 Bruttobedarf 3 Dispositionsstufe 4 Erzeugnis DIN 199 Teil 2 Erzeugnisgliederung 5 Erzeugnisstruktur 5 Erzeugnis-Strukturbild 6 Erzeugnis-Strukturdaten 7 Hilfsstoff DIN 199 Teil 2 Menge DIN 199 Teil 2 Mengenübersichts-Teile-Verwendungsnachweis 14, Abschnitt A.2 |
Nettobedarf 8 Primärbedarf 9 Sekundärbedarf 10 Produktionsstruktur 5 Stammdaten 12 Struktur 5 Strukturbild 6 Strukturdaten 7 Strukturstufe DIN 199 Teil 2 Struktur-Stückliste DIN 199 Teil 2 Struktur-Teile-Verwendungsnachweis 14, Abschnitt A.2 Stücklistenauflösung 11 Stufe DIN 199 Teil 2 Teile-Stammdaten 12 Teile-Verwendungsnachweis 14 Tertiärbedarf 13 Verwendungsnachweis 14 |
Zitierte Normen
DIN 199 Teil 2 Begriffe im Zeichnungs- und Stücklistenwesen, Stücklisten
Weitere Normen
DIN 199 Technische Zeichnungen, Benennungen
Erläuterungen
Diese Norm wurde unter Mitarbeit von Fachleuten auch aus der Schweiz vom NZ/AK 1.1.4 – Begriffe im Zeichnungs- und im Stücklistenwesen – erarbeitet.
Bei der Auswahl der vorhandenen Begriffe wurden die in DIN-Normen und Werk-Normen sowie im Sprachgebrauch häufig vorkommenden Begriffe weitgehend berücksichtigt.
Hinzuweisen ist auf die Begriffe der Bedarfsermittlung. Diese Begriffe konnten keinem gemeinsamen Betrachtungsstandpunkt zugeordnet werden. Das heißt, die Begriffe, z. B. Primär- oder Sekundärbedarf, kommen nur auf einer Betrachtungsebene vor, während die Begriffe Bruttobedarf, Nettobedarf auf verschiedenen Betrachtungsebenen angewendet werden. Während die Begriffe Bruttobedarf, Primär- und Sekundärbedarf bei der Stücklistenverarbeitung gebraucht werden und daher auch definiert wurden, gehört der Begriff Nettobedarf zum Bereich der Materialwirtschaft und ist damit nicht Gegenstand dieser Norm. Da der Begriff Nettobedarf jedoch zum Verständnis der Begriffszusammenhänge wichtig ist, wurde er aufgenommen, aber nur erklärt und nicht definiert.
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